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Was ist die psychologische Grundlage dafür, dass Menschen bei einer Katastrophe oder einem Großereignis zusammenkommen?

Was ist die psychologische Grundlage dafür, dass Menschen bei einer Katastrophe oder einem Großereignis zusammenkommen?

Etwas, das ich mehrmals erlebt habe und mich gefragt hat, was ist die psychologische Grundlage dafür, dass Menschen als Reaktion auf eine Katastrophe oder ein Großereignis zusammenkommen? Sei es großflächig oder lokal.

Ein Beispiel ist eines, in dem ich mittendrin war (und zu einem bestimmten Zeitpunkt in sehr ernster Gefahr war) - die Überschwemmungen von Queensland von 2011, die in diesem Video-Editorial "Hope Lives Here" gut zusammengefasst sind. Nun ein paar Punkte aus dem Leitartikel - der Erzähler stellt fest, dass die Menschen mit dem Wachstum der Stadt Brisbane distanzierter geworden sind und wahrscheinlich nicht einmal die Namen ihrer Nachbarn kennen.

Dies gilt natürlich nicht nur für das obige Beispiel, sondern wiederholt sich an vielen Stellen.

Doch wenn es hart auf hart kommt und eine Gemeinschaft von Fremden mit einer Katastrophe, Zerstörung, Verlust konfrontiert wird und quasi „in die Ecke gedrängt“ wird, dann kommt die Gemeinschaft zusammen. Dem Beispiel folgend, wurde eine „Schlammarmee“ gegründet, in der Leute Fremden halfen, wieder auf die Beine zu kommen (ich war daran beteiligt, obwohl ich gerade erst vor ein paar Wochen aus der Operation kam).

Wenn die Gefahr vorüber ist, normalisiert sich das Leben (im Allgemeinen) und wir alle scheinen getrennte Wege zu gehen.

Was ist die psychologische Grundlage (tiefer als der verlinkte Leitartikel) dafür, dass wir bei einer Katastrophe oder einem Großereignis zusammenkommen?


Dieser Artikel könnte hilfreich sein. Insbesondere braucht der Mensch soziale Verbindungen (nach Maslows Bedürfnishierarchie). Stress führt dazu, dass Menschen zusammenkommen. Es wurde angenommen, dass Frauen während einer Katastrophe zusammenkommen und Männer kämpfen würden (dh die Kampf- und Fluchtreaktion). Aber auch Männer kommen während einer Katastrophe zusammen.

Es muss zwischen akutem und chronischem Stress unterschieden werden. Akuter Stress (z. B. einmalige Naturkatastrophen) fördern die soziale Bindung und Verbindung. Chronischer Stress (z. B. Rauchen, viel Wiederkäuen usw.) scheint jedoch nicht die gleiche Wirkung zu haben. Wenn der akute Stress beseitigt ist, besteht keine unmittelbare Notwendigkeit für eine soziale Bindung zu Fremden.

Aus biologischer Sicht scheint Oxytocin eine Schlüsselrolle zu spielen. Oxytocin wird insbesondere als Reaktion zu einem gesellschaftlichen Erlebnis. Wenn Menschen also andere in Not sehen, können sie Oxytocin freisetzen, das prosoziales Verhalten fördert.